Körperschulung - Grundlage des Systematrainings

Sytema ist eine sehr vielschichtige und ganzheitliche Kampfkunst.

 

Das bedeutet, daß gesundheitliche und kämpferische Aspekte miteinander verbunden sind und aufeinander aufbauen. Mangelnder Fortschritt im kämpferischen Bewegungsablauf kann oft nicht allein durch vermehrten Trainingsaufwand bei den kämpferischen Übungen gelöst werden, sondern durch eine gleichzeitige mentale und physische Entwicklung.

 

Die Basis für den Kampf liegt in einem fähigen Körper und einem gesunden Geist. Ohne diese Voraussetzungen kann es keine verantwortungsbewußte Kampfkunst geben. Deshalb stehen im Systematraining physisches, mentales und kämpferisches Training gleichwertig nebeneinander.

 

Die Körperschulung und damit letztlich die gesamte Kampfkunst, basiert auf 3 Säulen.

  • Atmung (ökonomisch und leistungssteigernd)
  • Form (Körperhaltung: ergonomisch, natürlich, ausbalanciert)
  • Zustand (physischer und mentaler Zustand sind gesund)

 

Um diese Fertigkeiten zu trainieren gibt es im Systema eine Vielzahl von Übungen, die unseren Körper zu seinen ursprünglichen natürlichen Fähigkeiten zurück führen, bzw. ihn stärken und aufbauen.

 

Wir arbeiten z.B. an der:

 

  • Fähigkeit zur Entspannung und gezielten Anspannung

  • Beweglichkeit und Balance

  • Koordination von Atmung und Bewegung

  • Stärkung von Sehnen, Muskeln und Bändern

  • Ökonomischen und damit kraftsparenden Bewegung für eine ausdauernde Belastbarkeit

  • Stärkung des Kreislaufsystems und des Nervensystems

Kein Erfolg im Systema ohne Körperschulung

Während man die Kampfkunst nicht ohne die Körperübungen realisieren kann, kann man natürlich die Körperübungen trainieren, ohne die Kampfkunst erlernen zu müssen. Siehe Gesundheitsförderung

 

Wie führen bei der Körperschulung gymnastische Übungen, Kraftübungen, Atemübungen und Spezialübungen durch, die nach den Prinzipien von Systema ausgeführt werden.

 

Besonderen Wert legen wir auf folgende Bereiche:

 

  • die Verbesserung der Beweglichkeit in den Bereichen Becken und unterer Rücken

  • die Verbesserung der Beweglichkeit in den Bereichen Schultergürtel und Nackenbereich

  • die Bearbeitung von Haltungsfehlern beim Stehen und Gehen

  • das Erlernen der Systema-Atmung

  • die Koordination von Atmung und Bewegung

  • Förderung der allgemeinen Entspannungsfähigkeit

  • gezieltes Aufspüren von Verspannungen und lösen der Verspannung aus eigener Initiative

  • Stärkung und Kräftigung des gesamten Körpers

Wichtige Grundsätze für das Training sind:

  • langsame, behutsame Entwicklung ist nachhaltige Entwicklung

  • erst denken, dann nachmachen

  • Überlastung vermeiden

  • kein Erzwingen von Maximalpositionen oder Bewegungsabläufen

  • eine Übung auszulassen ist keine Niederlage

  • langsames Herantasten an die persönlichen Grenzen

  • langsame Erweiterung der persönlichen Grenzen